Englischer Garten, Isarufer, München | Eigentlich sind wir ja Biber-Fans, fühlt sich jedenfalls ganz toll an der Gedanke, dass die Stadt wilder wird… Was da im Moment am Isarufer im Englischen Garten Richtung Wehr vor sich geht macht aber schon ein bisschen Angst. Designchen hatte dort schon immer einen Lieblingsbaum, ein wunderbares Plätzchen an dem so manche unserer Buchrezensionen entstanden ist. Dort geht’s nicht um 15-20 Jahre alte Bäume, sondern um richtig alte, in unseren Augen völlig gesunde Bäume. Und der fotografierte ist dort leider nicht der einzige Baum dieser Altersklasse der angenagt wurde… Und jetzt stellt sich die Frage: Wieviel Zerstörung verträgt eine Biber-Liebe… Wir sind gerade dabei nachzufragen wie weit der Biber gehen darf, ob einzelne, gerade ältere Bäume geschützt werden, ob dieser Baum noch gerettet werden kann…

Herr Köster der Bayerischen Schlösser- und Seen-Verwaltung hielt für uns diese Antwort bereit: wir hatten bereits vor wenigen Wochen mit dem Biberbauftragten, der untern Naturschutzbehörde und der Schlösserverwaltung einen Ortstermin. Die Herrschaften haben sich einen Überblick über das derzeitige Schadbild gemacht und wir haben beschlossen verschiedene Maßnahmen im Sinne eines Bibermanagements auszuprobieren um dann langfristig für die jeweilige Situation die richtige Vorgehensweise zu finden. Ich glaube, dass wir hier in Anbetracht der innerstädtischen Situation auf dem richtigen Weg sind. Der Dialog mit den Fachleuten wird jedenfalls nicht abreißen. Die derzeitigen geschädigten Bäume sind alle erfasst. Von einer Meldung an meine Verwaltung seitens ehrenamtlicher „Biberexperten“ bitte ich abzusehen, ich bin sicher, dass wir genügend fachkundige Gärtner vor Ort haben die uns neue geschädigte Bäume melden. Wir wollen allerdings auch präventiv  vorgehen und Schutzmaßnahmen gefährdeter Bäume entlang der Bäche ergreifen.

Das bloße Einfangen und letztendlich töten des Bibers  kann derzeit keine finale Lösung darstellen.

Die Situation im Englischen Garten und die Populationen und deren Entwicklung  um den Park werden aber weiterhin beobachtet… „

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