Designguide, Designchen, Büro, Kaffee, München | Philipp Webers fiktives Verkaufsgespräch ‘Müll hat einen Namen: Nespresso’ ist für uns die perfekte Montagslektüre und hat uns sehr amüsiert… Denn überkochende Milch gehört quasi zu unserem Standardprogramm – mit dem gemeinem Geruch danach gehen wir mittlerweile ganz souverän um… Jede Designguide-Produktion kostet eine neue Bialetti… Irgendwann klingelt das Telefon, die kleine, heißgeliebte Dampfmaschine gerät kurzzeitig in Vergessenheit und endet tragisch. Tochter, Mitarbeiter, Praktikanten – alle waren dafür die traditionellen, italienischen Alubömbchen durch eine stylische Nespresso-Maschine zu ersetzen. Der Kaffee schmeckt gut, die Milch schäumt gescheit… – wenn sie nicht gerade mal wieder NICHT funktioniert… genaue Berichte dazu gerne per Email… Was wir nicht wussten und was mich als ‘Einkäufer’ und Freigeist einfach ankotzt: dieses Mitglieds-Getue und Anlegen müssen eines Kontos um ganz simpel Kaffee kaufen zu können.

Eigentlich wollten wir ja auch nur die Nespresso-Maschine nutzen und auf die wiederbefüllbaren Recycling-Kapseln mit unseren bewährten Fair Trade-Kaffee vom Fritz zurückgreifen. Die Mehrfachnutzkapseln zum Befüllen funktionieren aber anscheinend gar nicht. Das Müllproblem hatten wir dagegen schon halbwegs gelöst: in Salzburg wird recycelt, das liegt für uns quasi auf dem Weg. Ausserdem sammelt der Münchner Künstler Robert Kis Nespresso-Kapseln für eine Kostüm-Idee. Ihm fehlen übrigens noch ein paar Kapseln…

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